Du bist sehr viel stärker als du glaubst! Ja, ja, schon klar, keiner von uns ist Herkules oder Hulk Hogan. Muss aber auch nicht sein, denn innere Stärke hat nur sehr wenig mit körperlicher Überlegenheit zu tun. Innere Stärke ist die Fähigkeit, deinen Geist zu fokussieren auf das, was du erreichen willst. Und den Schwierigkeiten zu trotzen, die dir dabei begegnen. Und das kann man lernen. Mit Hilfe von zwei Sätzen.

Jeder von uns kommt irgendwann in seinem Leben an einen Punkt, an dem er denkt: Ich kann nicht mehr weiter, ich schaffe das nicht, ich gebe auf. Das ist der Moment, in dem wir uns völlig leer fühlen, ausgelaugt, völlig erschöpft und ohne jede Überzeugung das, was wir uns wünschen, erreichen zu können. Das ist der Moment in dem man aufgibt und sich traurig und leer fühlt. Nicht gut.

Dahinter steht immer eine Geschichte. Es ist eine Geschichte, dir wir über uns selbst glauben – oder eben auch nicht. Genau solche Situationen widerfahren uns, wenn wir von uns denken, dass wir nicht genug Kraft haben, das zu erreichen, was wir wollen. Oder wenn wir glauben, dass das alles viel zu viel ist, was wir bewältigen müssten, um anzukommen, wo wir hinwollen.

Und genau diese Denkweise ist das Problem. Es ist nicht die Aufgabe selbst. Das was uns Kraft zieht, ist die Angst vor dem Scheitern, die Angst vor der Größe der Aufgabe. Das kannst du sofort selbst feststellen, wenn du die folgende Übung ausprobierst

Welche Gedanken entziehen dir deine innere Stärke?

Setz dich für einen Moment hin und schließ die Augen. Stell dir eine Situation vor, die du gerne bewältigen würdest.  Vermutlich taucht sofort so etwas wie „Das schaff ich nie, das kann ich nicht, das ist soooooo viel“ in deinen Gedanken auf. Wie fühlst du dich dabei? Vielleicht sind deine Arme schwer, das Atmen fällt dir schwer, du hast vielleicht einen Kloß im Hals und dein ganzer Körper fühlt sich an, als hätte man ihm jede Kraft entzogen. Kannst du dir vorstellen in diesem wackelpuddingartigen Zustand ein großes Werk zu vollbringen, schwere Kisten zu schleppen oder einen langen Lauf zu absolvieren? Vermutlich nicht.

Jetzt atme dreimal tief durch, schüttel deine Arme und Beine aus und stell dir die gleiche Situation noch einmal vor. Aber denke dabei immer wieder den Satz „Ich werde das schaffen. Ich kann das aushalten. Ich habe die Kraft, die ich brauche“. Wie fühlst du dich jetzt? Was nimmst du jetzt in deinem Körper wahr?

Unser Geist ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es darum geht unsere Ziele zu erreichen. Mit dieser Übung hast du am eigenen Leib erfahren, welchen Unterschied die innere Einstellung macht, wenn es darum geht, deine Ziele zu erreichen.

Deshalb ist es so wichtig, dass du deinen Geist trainierst und deine innere Stärke für dich nutzt. Und glaube mir, davon hast du sehr, sehr viel mehr als du denkst! Du musst sie nur ein bisschen trainieren.

Mit diesen zwei Sätzen kannst du deine innere Stärke trainieren

Wann immer ich im Leben an einen Punkt komme an dem ich denke: „Ich schaffe das nicht“, halte ich zunächst einmal inne und atme tief durch. Dies drei Sekunden, die das dauert, solltest du dir immer, immer nehmen. Und dann stelle ich mir zwei Fragen:

1. Was würde passieren, wenn ich es nicht schaffe?

Je nachdem worum es geht, wäre das Ergebnis entweder noch viel schlimmer als der Weg hindurch, oder aber ich würde mich klein fühlen und mich schämen, weil ich aufgegeben habe. Und aufgeben ist für mich absolut keine Option. War es noch nie. Das ist ein wichtiges Versprechen, das ich mir selbst vor vielen Jahren gegeben habe: Aufgeben ist keine Option. Niemals.

Schreib dir einen Zettel mit diesem Satz oder leg dir den Satz als Hintergrundbild auf dein Smartphone. Aufgeben ist keine Option! Denn Aufgeben wird dich dauerhaft schwächen. Dich durch etwas hindurch zu kämpfen, wird dich Kraft kosten, aber dir auch sehr, sehr viel Kraft zurückgeben. Denn du hast etwas geleistet, worauf du stolz sein kannst. Du hast dir selbst gegenüber dein Wort gehalten. Du hast dich selbst wertgeschätzt. Und darum geht es. Das ist die eigentliche Herausforderung dabei.

Also: Aufgeben ist keine Option. Allein das regelmäßig zu lesen, wird deinen Geist an das Gefühl erinnern, das du in der Aufgabe vorhin hattest. Und das wird sich nach einer Weile einschleifen und so trainierst du im ersten Schritt deine innere Stärke.

2. Was würde passieren, wenn ich einfach weitermache?

Gerade in den akuten Momenten, in denen wir wirklich glauben, dass wir nicht weitermachen können, in denen wir wirklich ganz, ganz kurz davor sind, den seidenen Faden zu kappen, der uns noch vom Aufgeben trennt – gerade in diesen Momenten stelle ich mir die zweite Frage: Was würde passieren, wenn ich jetzt trotzdem einfach weitermachen würde? Würde ich tot umfallen? Ja? Ok, dann wäre eine Pause gut. Aber meist müssen wir uns eingestehen, dass es gar nicht so existenziell ist, wie es sich anfühlt. Was also, wenn ich einfach weitermachen würde? Ich würde nicht tot umfallen, auch niemand anders. Ich würde nicht vom Blitz getroffen werden und die Welt würde vermutlich auch nicht versinken. Viel wahrscheinlicher ist, dass ich ein bisschen außer Atem komme. Vielleicht habe ich morgen Muskelkater. Vielleicht liege ich Abends erschöpft im Bett. Und ja, ok, wenn es echt schlecht läuft, werde ich auch mal ausgelacht. Ja, die Welt ist wirklich furchtbar…

Also, worum geht´s wirklich? Das größte Problem sind die inneren Stimmen, die uns glauben machen wollen, dass wir nicht die Kraft haben, um weiterzumachen. Weil wir vielleicht etwas tun, das wir noch nie getan haben. Weil wir etwas tun, das außerhalb unserer Komfortzone liegt. Weil wir etwas tun, das andere nicht gutheißen könnten. Das ist das viel größere Problem. Und hier kommt Satz Nummer 2 ins Spiel: Ich kann das aushalten.

Wenn du also wirklich gerade in einer Situation bist, in der du ganz kurz vorm Aufgeben bist: Atme tief durch. Auch dreimal, viermal, fünfmal. Und sage dir jedes Mal in Gedanken: Ich kann das aushalten. Ich kann das aushalten. Ich kann das aushalten.

Und glaube mir, du kannst. Und wenn du das mit dem verbindest, was du im Leben wirklich tun willst, was dir wirklich wichtig ist, dann bist du schon sehr gut gewappnet für alle Untiefen, die dir begegnen können.